Galerie Tibet von Schneelöwe

Thangka - Kunst zur Meditation

Mandalas

Ein Thangka als Religiöses Kunstwerk

Avalokiteshvara
Thangkas sind Rollbilder die im tibetischen Vajrayana-Buddhismus verwendet werden. Dort kommen sie bei Prozessionen aber auch bei der Meditation zum Einsatz. Thangkas sind meist auf Leinen gemalt, seltener auf Seide und noch seltener auf Leder. Einige werden auch in Seide gewebt oder gestickt. Nach strengen ikonografischen Vorschriften werden Figuren aus der buddhistischen Religion dargestellt, oder aber Symbole wie Mandalas.

Der Vajrayana-Buddhismus zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass er Frauen genauso offen steht, wie Männern. In diesem Buddhismus steht nicht das formelle Mönchstum im Vordergrund. Laienbewegungen sind und waren immer schon teil dieses Buddhismus, in dem es um die eigene Erleuchtung geht. Der Vajrayana-Buddhismus unterscheidet sich vom allgemeinen Mahayana-Buddhismus, und besonders vom indischen Tantra, unter anderem dadurch, dass es sich um eine besonders vergeistigte buddhistische Lehre handelt. Die Meditationen sind nicht auf eine Vielseitigkeit körperlicher Stellungen ausgelegt. Für die tantrischen Übungen, zu denen Meditation und Visualisierung gehören, ist vielmehr die solide Kenntnis der buddhistischen Lehre wichtig. So wird im Vajrayana-Buddhismus besonderen Wert auf eine genaue Unterweisung durch Lehrer gelegt, deshalb wird er oft Lamaismus genannt. Dennoch wird vom Schüler Selbstständigkeit verlangt, eine Qualifikation als Schüler ist notwendig, zum Beispiel bei der Auswahl eines nicht nur oberflächlich, sondern tief inspirierenden Lehrers.

Die Annahmen des Vajrayana-Buddhismus

Der Vajrayana-Buddhismus ist eine Spielart des großen Weges bzw. des großen Fahrzeuges, der auch Mahayana-Buddhismus genannt wird. Anders als der Hinayana-Buddhismus, das kleine Fahrzeug, versucht der große Weg nicht nur die persönliche Erlösung vom Leid zu gelangen, sondern Erleuchtung zum Nutzen aller fühlenden Wesen zu erlangen. Der Vajrayana-Buddhismus geht davon aus, dass fühlende Wesen, im Gegensatz zu erleuchteten, einen Fehler bei der Wahrnehmung machen. Sie gehen davon aus, dass die Dinge voneinander getrennt sind und nicht etwa in unsichtbare Zusammenhänge verstrickt sind, die die wahre Natur der Dinge ausmacht. Aus diesem Grund werden auch andere Menschen als von einem selbst getrennte Wesen wahrgenommen. Dies führt zu drei Irrtümern: Unwissenheit, Anhaftung und Abneigung. Diese führen zu Leid.

Diese philosophischen Annahmen finden sich in den Thangkas wieder. Bei der Visualisierung und Meditation sind das Verständnis der Lehre und das daraus folgende Verständnis echten Mitgefühls unerlässlich. Weitere Kunstarten werden auf www.kuenstlerparadies.eu präsentiert.